INPUTechnologie News #52

Körperteil und Fremdkörper: Wenn Mensch und Maschine sich verbinden

Heutzutage ist fast nichts mehr unvorstellbar, wenn es um technische Erfindungen geht. In diesem Zusammenhang werden nicht nur immer mehr intelligente Geräte entwickelt, sondern auch nach Möglichkeiten gesucht, den menschlichen Körper mit der Technik zu koppeln. In diesem Zusammenhang existiert schon seit längerem eine Diskussion um die Implantation von Chips direkt unter die Haut. Einige Menschen sind diesen Schritt bereits gegangen. In diesem speziellen Fall hat ein Reporter von seinen Erfahrungen berichtet.

Er gibt an, dass der Chip, welcher ungefähr die Größe eines Reiskorns hat, innerhalb weniger Minuten unter seiner Haut verschwunden war. Bei dem Implantat handelt es sich um eine polierte Glashülle, die zwischen Daumen und Zeigefinger implantiert wird. Doch warum sollte man seine persönlichen Daten unter der Haut mit sich herumtragen? Für die Entwickler liegen die Vorteile klar auf der Hand. Sie erklären, dass der Chip den Alltag vereinfachen kann. Man kann dort Daten, wie seine Visitenkarte, oder einen Notfallkontakt hinterlegen. Zusätzlich soll dies dafür sorgen, dass wir unsere wichtigsten Dokumente, Zugangscodes und Schlüssel immer mit uns führen, ohne sie überhaupt vergessen zu können. Eine schwedische Firma nutzt die Chips beispielsweise als Ersatz von Sicherheitskarten. So können Zutrittsberechtigte mit einem normalen Handgriff gesicherte Türen öffnen oder sich in firmeninterne Systeme einloggen. Die Daten können regulär von einem Smartphone ausgelesen werden.

Das Thema Datenschutz wird hierbei auf eine neue Ebene gehoben. Die Hersteller der Chips geben an, dass sie keine große Reichweite haben und daher nicht mutwillig ohne das Einverständnis des Trägers ausgelesen werden können. Dennoch stellt sich die Frage, ob und welche Daten auf dem Chip gespeichert werden sollten und wie sinnvoll dies im Endeffekt ist.

Ob das Ganze wirklich nötig ist, scheint aber nicht immer die ausschlaggebende Frage zu sein. Viele Menschen sind neugierig und wagen deshalb das Selbstexperiment. Deshalb konnten sich Besucher der CeBIT auch direkt auf der Messe einen Chip unter die Haut jagen lassen. Ein entsprechendes Video zum Thema finden Sie hier.

Fakt ist jedoch, dass die RFID-Chips mit der Nahfeldkommunikationstechnik NFC arbeiten und somit über elektromagnetische Wellen Signale mit Smartphones und programmierten Sicherheitssystemen austauschen. Fortschritt oder Krieg gegen unseren eigenen Körper? Noch steht es jedem Menschen frei sich den Chip implantieren zu lassen. Mittlerweile gibt es aber sogar Arbeitgeber, die diesen Vorgang direkt beim Unterschreiben des Arbeitsvertrages einleiten und die Ausstattung mit dem Chip zur Kondition des Vertrags hinzufügen. Signale, die unter die Haut gehen. Wenn ein Smartphone, was sich außerhalb des Körpers befindet, bereits dafür sorgen kann, dass unsere interne Zellkommunikation gestört wird, was richtet dann erst ein Gerät unter der Haut an?! Wir wollen es jedenfalls nicht herausfinden und tragen lieber die INPUTechnologie mit uns herum. Die geht zwar unter die Haut, muss deshalb aber nicht dort platziert werden...

Quelle

News vom 05.04.16

Suchen

Unbenanntes Dokument